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Meerrettich – Ansteckung, Immunsystem und gute Laune

Draußen tanzt der Frühling
doch die Welt steht Kopf.
Langsam, zu Hause und mit Distanz
schaue ich dem Giersch beim Wachsen zu.
Beinwell räkelt sich empor und
Schlüsselblumen klingeln.
Alles ist wie immer und doch anders.

 

Ansteckung, Immunsystem und gute Laune

Gerade, wo alle über Ansteckung reden, sind hygienische Maßnahmen und Distanz sehr sinnvoll. Zusätzlich schiele ich gerade immer zu den Pflanzen, die uns stärken, das Immunsystem unterstützen und die Stimmung verbessern. Denn auch das ist wichtig, um gut durch diese verrückte Zeit zu kommen.

So habe ich gerade die alten Dämonen-Vertreiber Knoblauch, Bärlauch und Meerrettich zurück auf den Speiseplan geholt. Sanddornsaft liefert das tägliche Vitamin C, das das Immunsystem unterstützt. Brennnesseltee trinke ich gerade sowieso während meiner Frühlingskur. Aber auch dieser ist in der Volkheilkunde dafür bekannt, dass er kräftigt und die Stimmung verbessert. Außerdem esse ich täglich Bärlauch, Knoblauch, oder Meerrettich. Diese wirken zwar nicht antiviral, werden aber in der Volksheilkunde zur Vorbeugung von Krankheiten verwendet.

Gott sei dank sind Spaziergänge zur Zeit regelrechte Sonnenbäder. Auch die Bewegung an der frischen Luft ist wichtig, um Stress abzubauen und das Immunsystem zu stärken. Überhaupt gibt es in der Glücksforschung viele Hinweise, dass Glück das Leben verlängert und positive Wirkung auf viele Prozesse im Körper hat – auch auf das Immunsystem. Natürlich steigt auch die Lebensqualität, davon muß ich euch wohl nicht überzeugen 😉

 

Meerrettich in der Volksheilkunde

In der Volksheilkunde ist der Meerrettich sehr beliebt. Hier wird er innerlich und äußerlich angewendet.

Sicherlich kennt ihr Meerrettich als Beigabe zu Fisch oder Fleisch. Hier regt er die Verdauung und desinfiziert leicht verderbliche Speisen. Als Pflanze, die sich stark vermehrt, wurde er traditionell auch immer als Mittel für die Fortpflanzung, Fruchtbarkeit und Stärke angewendet. Vielleicht kennt ihr auch Omi’s Hustensaft mit Meerrettich.

Wenn Meerrettich auf die Haut aufgetragen wird, wirkt das ähnlich wie ein Wärmepflaster. Auch das hat sich die Volksheilkunde bei Rückenschmerzen, Verspannungen, Gelenkproblemen oder Ischiasbeschwerden zu Nutze gemacht. Wichtig ist hierbei, dass der Meerrettich nicht direkt auf die Haut aufgetragen wird, sonder auf einen dünnen Stoff. Damit kann er schnell wieder entfernt werden, denn bei empfindlicher Haut, oder zu langer Anwendung können sich auch Brandblasen bilden. Also vorsichtig anwenden!

 

Hier wächst Meerrettich & so sieht er aus

 

  • steinige Böden, mittelschwere Böden, feucht-sandig
  • die Pflanzen neigt zum verwildern und vermehrt sich stark!
  • mehrjährige Pflanze
  • walzenförmige Wurzel
  • stattliche grüne, wellige Blätter, die bis 1,5m lang werden
  • Blüte im Juli, Traube mit kleinen weißen Blüten, Frucht: ovale Schötchen

Natürlich kann man Meerrettich auch auf dem Wochenmarkt, oder im Bioladen kaufen. Wichtig ist, dass er nicht erhitzt sein sollte, da dann die Senföle zerstört werden.

Salat mit Meerrettich

Mein Lieblingsrezept: Kartoffelsalat mit Radieschen, Wildkräutern und Meerrettich

Dieser Kartoffelsalat ist ganz schnell gemacht ud schmeckt auch Kindern gut. Der Meerrettich aktiviert das Immunsystem und der Apfelessig unterstützt die Darmflora. Ich finde ihn total lecker!

Zutaten (4 Portionen)

  • 1 kg festkochende Kartoffeln
  • 1 Handvoll Radieschen
  • 1 Handvoll Kräuter (Giersch, Löwenzahn, oder auch Petersilie, Schnittlauch, Dill)
  • Dressing: 1-2 TL Meerrettich, 6 EL Apfelessig, Salz, Pfeffer, Salatöl

Zubereitung

  • die Kartoffeln kochen, pellen, vierteln
  • Radieschen waschen und in Stifte schneiden
  • alles in eine Schüssel tun
  • Kräuter waschen, klein schneiden
  • Dressing mischen und kräftig abschmecken
  • alles vorsichtig vermischen und mind. 1 Stunde durchziehen lassen

Guten Appetit!

Sammelhinweise

Meerrettichwurzeln gräbt man im zeitigen Frühling oder Herbst aus. Ansonsten kaufe ich Meerrettichpaste im Glas im Bio-Laden. Wichtig: der Meerrettich sollte nicht erhitzt sein, da die Senföle sehr hitzeempfindlich sind (45 Grad).

 

Haben Dir meine Tipps geholfen? Hinterlasse doch einen Kommentar 🙂

Deine Susanne

 

 

 

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