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Rosenweihrauch selber machen // Valentinstag

Draußen leuchtet alles weiß.
Menschengroße Schneeengel tanzen auf der Wiese und
der Valentinstag hat Bock auf ganz großes Kino.

 

 

Der heilige Valentin war ein Bischof, der Liebende trotz eines Verbotes in seinem Garten heimlich getraut hat.

Den frisch verheirateten Paaren schenkte er Blumen aus seinem Garten. Valentin wurde deswegen am 14. Februar 269 hingerichtet.

Ich war ganz berührt von der Geschichte, die mir eine Freundin einst erzählte. Der Valentinstag ist also viel mehr als eine Erfindung der Blumenläden. Es ist für mich ein Tag geworden.  Menschen, mit denen ich mich mit ganzem Herzen verbunden fühle, mache ich an diesem Tag eine Freude. Natürlich ist es auch ein großartiger Tag für ein Candlelight-Dinner.

Rosenweihrauch öffnet die Herzen und ist ein gutes Mittel gegen Einsamkeit und Ängste.

Gerade in den letzten Corona-Monaten ist mir bewusst geworden, wie wichtig Kontakt und Menschen für mich sind. Entspannte Treffen mit Freunden,  neugieriger Austausch mit Schülern und Kursteilnehmern, ein freundliches Hallo mit den Nachbarn sind einfach wichtig. Ich bin wirklich kein Einzelgänger.
Die Unsicherheit und Angst in den letzten Monaten waren in Kombination mit den Kontaktbeschränkungen nicht immer einfach. Angst vor Erkrankung und Folgen, Angst um die Existenz, Angst um Freunde und Familie, Angst allein zu sein – diese Liste kann ich sicherlich noch sehr viel Länger werden lassen.

Aber was hilft in dieser Situation?
Ein  Universalrezept habe ich auch nicht, aber ich kann euch erzählen, was mir hilft. Ich habe angefangen Postkarten zu schreiben, ich zoome jetzt sogar mit Freunden und gehe soviel mit ihnen spazieren, wie schon seit Jahren nicht mehr. Ich habe festgestellt, wenn ich mein Herz öffne, dann wird die Angst kleiner. Das Herz öffnen heißt lieben. Liebe spüren.

An dieser Stelle kommt eine Pflanze ins Spiel, die ich sehr mag: die Rose.

Die Rosen waren in der Klosterheilkunde sehr beliebt.  Wegen ihrer Gerbstoffe wurden sie für Wunden verwendet. Hildegard von Bingen empfahl sie zur Stärkung von Magen und Herz. Ich finde den Duft wunderbar betörend und liebe das Rosenaroma zur Verwendung in der Küche. Düfte wirken über den Riechkolben direkt auf unser Gehirn und können unsere Stimmung und Gefühle beeinflussen.

Der Rosenduft hat die Menschen schon immer verzaubert und Rosen sind Symbole der Liebe, weil sie einen Bezug zum Herzen haben. Es gibt unendlich viele und wunderschöne Gedichte über die Liebe und die Rosen. In vielen alten Gemälden spielt die Rose in Kombination mit der Frau eine Hauptrolle. Beide faszinieren mit ihrer Schönheit.

Rosenduft wirkt aphrodisierend, weil er das Herz für Nähe öffnet und die weibliche Ausstrahlung unterstützt. Hast du es schon einmal ausprobiert? Wie wirkt Rosenduft auf dich? Magst du Rosenduft? Besitzt du Rosenduft, Rosenöl oder eine pflegende Rosencreme?

 

Das Rezept für Rosenweihrauch stammt aus Griechenland.

Erfunden von Mönchen  in einem Kloster auf dem Berg Athos hat der Rosenweihrauch eine lange Tradition. Ich habe das Rezept im Winter entdeckt und damit rumprobiert, weil ich Rosen und auch Weihrauch sehr mag. In Kombination mit dem Weihrauch entfaltet sich der Rosenduft auf sehr angenehme Weise. Anderseits ist der Weihrauch in dieser Kombination nicht so schwer und raumerfüllend, macht aber den Rosenduft haltbarer.

Rosenweihrauch als sakraler Herzöffner

Rosen sind der Venus, die mit Schönheit und Sinnlichkeit in Verbindung gebraucht wird, geweiht. Der Weihrauch ist ein Räucherwerk für besondere Momente und Gebete. Darum spielt er in der katholischen Kirche eine große Rolle.

Wenn ich die beiden Räucherstoffe kombiniere, entsteht für mich ein Räucherwerk, für besondere Momente. Momente, in denen ich das Herz öffnen oder mich verbunden fühlen möchte. Es ist für mich auch ein Duft, der Ängste oder Sorgen vertreibt und den Alltag abstreifen lässt.

Ich finde ihn bestens für den Valentinstag geeignet. Egal, ob du ein Candlelight-Dinner planst oder einfach einen besonderen Moment gestalten möchtest, um den Alltag hinter dir zu lassen.

 

Rezept für Rosenweihrauch

Zutaten

  • 3 EL Rosenblüten
  • 3 EL Weihrauch
  • ein paar Tropfen ätherisches Rosenöl (optional)
  • Honig

Anleitung:

  1. den Weihrauch in einer elektrischen Kaffeemühle (oder in einem Mixer) mahlen
  2. die Rosenblüten ebenfalls fein mahlen
  3. in einer Schüssel die Rosenblüten mit dem Weihrauch vermengen, mit dem ätherischen Öl beträufeln und mit etwas Honig zu einem Teig verkneten
  4. ich forme dann eine Teigwalze und schneide diese in 0,5 cm dicke Scheiben
  5. die Scheiben einige Tage trocknen lassen, dann lässt sich der Rosenweihrauch gut lagern. Dazu bewahre ich ihn dunkel und luftdicht (aromageschützt) auf.

Räuchern
der Rosenweihrauch eignet sich sowohl zum Räuchern auf Kohle, als auch mit dem Stövchen oder Sieb.

Mein Tipp, falls du noch nie geräuchert hast:
Probiere es doch einfach einmal mit einem alten Teesieb aus. Dieses kannst du mit dem Rosenweihrauch befüllen und über eine Kerze halten bis es anfängt gut zu duften.

 

 

Liebe Grüße und bleibt gesund! – Eure Susanne

 

 

 

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Rosenweihrauch Rezept