Mein Sauerkraut-Rezept

Magst du Sauerkraut?

Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich lange um Sauerkraut herum gedrückt. Die gekauften Varianten aus dem Supermarkt konnten mich nicht überzeugen. Bis ich neulich bei meiner Freundin ihr selbst gemachtes Sauerkraut probieren durfte. Ich war sofort hin und weg!

Sofort habe ich Rezepte recherchiert, und es ist ja eigentlich ganz einfach. Man benötigt nur zwei (!)  Zutaten: Salz und Kohl. Natürlich kann man noch Gewürze ergänzen, oder weitere Gemüsesorten.

Die entstehende Milchsäuregärung macht dann den Kohl bekömmlich und haltbar in Rohkost-Qualität. Das ist doch grandios! Da ich immer neugierig bin, habe ich erstmal einige Informationen über Sauerkraut und Milchsäuregärung zusammen getragen.

Das Haltbarmachen mit Hilfe von Milchsäuregärung ist den Menschen schon lange bekannt. So verwendeten es die Römer, die antiken Griechen, und auch in Asien war diese Methode bekannt. In Nord- und Mitteleuropa wurde diese Methode der Haltbarmachung genutzt, um Gemüse für den Winter haltbar zu machen. Das Tolle dabei ist, dass der Vitamingehalt der Gemüse beinahe erhalten bleibt.

Wie funktioniert Milchsäuregärung?

Milchsäurebakterien kommen an der Oberfläche von Lebensmitteln vor. Auch ohne das Zutun des Menschen wandeln diese Bakterien Zucker in Milchsäure um. Dieser Vorgang wird auch als Fermentation bezeichnet.

Optimale Bedingungen für die Fermentation:

20 bis 24 Grad Celsius
Sauerstoffabschluß

Die Vorteile von milchsauer vergorenem Gemüse…

Weil die fermentierten Lebensmittel nicht erhitzt werden müssen, bleiben viele Vitalstoffe, Enzyme usw. erhalten. Außerdem bilden sich unter Einfluss der Milchsäurebakterien bald neue Substanzen wie Acetylcholin, verschiedene Enzyme, Vitamin C sowie in geringen Mengen Vitamin B12. Da Vitamin B12 sonst nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt, ist Milchsaures vor allem für strenge Vegetarier (Veganer) interessant.

Außerdem verdrängen die Milchsäurebakterien pathogene Keime im Darm und fördern das Wachstum der gesunden Darmflora.

Darum werden Sauerkraut und z.B. Kanne-Brottrunk nach dem Fasten zum Aufbau einer gesunden Darmflora auf den Speiseplan geholt.

Das Salz

spielt bei der Fermentation eine wichtige Rolle. Es wird dem Gemüse hinzugefügt, damit es nicht verdirbt, solange noch nicht genug Milchsäurebakterien gebildet sind. Benutzt man zu wenig Salz, kann es zu Fäulnis kommen.

Als Salzmenge werden 0,8 bis 1,5 % (Gewicht des Gemüses) empfohlen.

 

Natürlich wußte ich schon vorher, dass Sauerkraut sehr gesund ist. Aber meine Recherchen haben mich noch einmal richtig für dieses Lebensmittel begeistert. Sofort habe ich mich auf die Suche nach Rezepten begeben und bin tatsächlich in meinem Lieblingskochbuch der schwedischen Blogger von greenkitchenstories fündig geworden. Ich habe das Rezept etwas abgewandelt, weil ich nicht alle Zutaten zu Hause hatte, aber sofort loslegen wollte!

Rezept Sauerkraut

du brauchst:
Kohl in Bio-Qualität
Salz, Fenchel, Kümmel, Kurkuma

1 Gärtopf (das ist ein Topf, der sich luftdicht verschließen läßt und gleichzeitig das Entweichen von entstehenden Gasen ermöglicht. Normalerweise hat er einen Deckel, der in eine Rinne gestellt wird.In die Rinne wird Wasser gegossen)

Wichtig: arbeite sehr sauber, am besten steril!

Herstellung:

  1. Kohl in feine Streifen schneiden
  2. mit Salz in einer Schüssel mischen
  3. ordentlich durchkneten bis reichlich Saft entsteht, das dauert eine kleine Weile, ca. 10 bis 15 min
  4. die Gewürze hinzu geben
  5. alles in den Gärtopf schichten
  6. das Kraut sollte am besten mit Saft bedeckt sein
  7. zu meinem Gärtopf gehörte ein stein, den man auf das Kraut legt, damit es unter dem Saft bleibt. Ich habe auch Rezepte gefunden, bei denen Das Kraut mit einem Kohlblatt abgedeckt wird.
  8. nun braucht es etwas Geduld. Der Gärtopf sollte bei 20 bis 24 Grad stehen. Nach 2 bis 4 Wochen ist das Sauerkraut fertig!

Hast du schon einmal anderes Gemüse fermentiert?

Ich habe auch Rezepte für Rotkohl, Fenchel, Gurken, Tomaten und Brokkoli gefunden.

Ich bin gespannt, ob es Euch so gut schmeckt, wie mir!

Susanne 😉

 

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