15.09. 2017 – Jetzt noch schnell Kapuzinerkresse verarbeiten

Was ich am September mag?
Wenn die Sonne verstecken spielt
wenn der Wind beim Spazierengehen meine Haare zerzaust
wenn die ersten saftigen Äpfel erntebereit sind
und sich in einen nach Zimt duftenden Kuchen verwandeln.

Am letzten Sonntag war die Sonne bei meinem Workshop im Gemeinschaftsgarten  „Neue Grünstrasse“ zu Gast. Der Garten ist eine kleine grüne Oase in Berlin Mitte. Hier könnt Ihr einfach mit gärtnern. Wer nicht gärtnern mag, kann es sich einfach in einem Sonnenstuhl gemütlich machen…

Für den Kräuterworkshop hatte ich einige Rezepte und Ideen für die herbstliche Hausapotheke vorbereitet. Da vor Ort viele Kräuter wachsen, haben wir diese auch gleich für einen eigenen Kräuteransatz genutzt.

Die Kapuzinerkresse kennen viele, da sie pflegeleicht ist und in vielen Balkonkästen wächst. Sie ist frostempfindlich und kann jetzt noch geerntet werden. Mit ihrem scharfen Geschmack mag ich sie besonders in Salate und auf  Butterbrote. Dafür verwende ich die Blüten, oder auch klein geschnittene Blätter.

Gemeinschaftsgarten Neue Grünstraße Berlin

Außerdem stelle ich gerne einen Kräuteressig mit Kapuzinerkresse her. Durch die orangenen Blüten bekommt er eine tolle Farbe. Mit seinem scharfen Geschmack bringt der Essig Abwechslung in die Salatsaison. Der Essig kann übrigens auch als Haarspülung verwendet werden und bringt viel Glanz in das Haar. Dafür wird der Kapuzinerkresseessig mit Wasser verdünnt.

Übrigens: die Kapuzinerkresse enthält vielen Senföle – daher kommt der scharfe Geschmack. Diese Senföle wirken bakteriostatisch. Auf Grund dieser Eigenschaft, wird ein pflanzliches Präparat aus Kapuzinerkresse hergestellt, dass bei Blasenentzündungen empfohlen wird. Die Senföle sind vor allem in der Frischpflanze enthalten.

Rezept: Kräuteressig mit Kapuzinerkresse
1 Handvoll Kapuzinerkresse (Blätter und Blüten) zerkleinern
200 ml Apfelessig
1 Etikett, sauberes Schraubglas

Die Kapuzinerkresse in das Schraubglas geben und den Essig auffüllen. Zuschrauben, und beschriften! Nun muss das Glas 2-3 Wochen ziehen. Dabei solltet Ihr es ab und an schütteln. Danach ist der Essig fertig und kann verwendet werden. Er ist ca. 1 Jahr haltbar.

 

Bis bald,

Eure Susanne

Verlinkt mit den Naturkindern

 

 

10.08. 2017 – Zu Besuch in Linne’s Garten in Uppsala

Im Juli war ich mit meiner Familie in Schweden. Beinahe wären wir nach Lappland gefahren – weil es so nach wilder Natur, Bergbächen und Abenteuer klingt. Statt dessen sind wir irgendwie in der Stadt mit dem lustigen Namen gelandet. Uppsalla in Schweden.

Wußtet ihr, dass Linne in Upsalla eine Blumenuhr gebaut hat?
Carl von Linne war ein schwedische Naturforscher und Begründer der Nomenklatur der Zoologie und Botanik! Das heißt viele lateinische Namen von Pflanzen beruhen auf Linne. Er war begeisterter Naturforscher und hat in seinem Haus und Garten viele wissenschaftlich interessierte Menschen beherbergt.

In Uppsala gibt es übrigens eine große Bibliothek, die viele wertvolle Handschriften beherbergt – so z.B. auch die original Partitur von Mozarts Zauberflöte. Leider hatte die Bibliothek an diesem Tag geschlossen.

Natürlich haben wir Linne’s Haus und den Garten in Uppsala besucht.

Der Garten hatte eine tolle Atmosphäre. Die zahlreichen Beete sind nach Pflanzenfamilien geordnet.Beim Stromern durch solche Gärten freue ich mich immer, wenn ich Pflanzen sehe, die in der freien Natur nicht so oft zu finden sind. Tatsächlich bin ich fündig geworden:

Hyoscyamos niger – Schwarzes Bilsenkraut
gehört zur Familie der Nachtschattengewächse, wie auch Tomaten, Kartoffen, Auberginen, oder die giftigen Verwandten: Stechapfel und Engelstrompete

Auf den ersten Blick wirkte der Garten sehr geometrisch und ordentlich. Beim Umherstreifen fanden wir dann doch verwunschene Eckchen und gemütliche Orte zum Verweilen…

Bis bald,

Eure Susanne

 

07.08.2017 – Emsige Vorbereitungen auf den „Hildegard von Bingen“ Workshop

Der Sommer schmilzt in der Sonne
zwischen erholsamen Urlaubstagen
sitze ich bewaffnet mit Büchern voller Wissen
auf der Terasse.

So kam ich neulich auf die Idee, bei der Firma Sonnentor Zutaten für die Workshopwoche „Wilde Kräuterzeit“ in Havelberg zu besorgen.  Sonnentor hat verschiedenste spannende Teemischungen und Gewürze zum Thema  „Hildegard von Bingen“ im Sortiment.

Dieses tolle Paket hat mir Sonnentor für den Workshop zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!
Neben den leckeren Kräuterteemischungen und Getreidekaffe auch verschiedene Gewürze die in der Hildegardküche eine Rolle spielen: Mutterkümmel, Ysop und Galgant.

Das Kochbuch „Hildegards Energieküche – erkenne, was dir gut tut“ war auch mit in dem Paket. Ich bin schon ganz gespannt auf die Rezepte, die ich in den nächsten Wochen ausprobieren werde. Davon werde ich hier sicherlich noch einmal berichten…

Hier findet Ihr schon einmal ein erstes Rezept, das ich inspiriert von meiner intensiven Hildegard-Lektüre hergestellt habe. Der Aufstrich ist eine süße leckerei, voller guter Inhaltstoffe, die die Nerven stärken.

Rezept: Süßer Brotaufstrich (zur Stärkung der Nerven)
125 g Honig
2 EL Kastanienmehl
1 EL Mandelmus

Die Zutaten vermsichen.
3 mal täglich 1 TL über meherere Wochen einnehmenWilde Kräuterzeit

Übrigens:
Die Wilde Kräuterzeit zum Thema Hildegard von Bingen und die Geheimnisse der Klostermedizin findet vom 30.09. bis 03.10. in Havelberg statt. Es gibt noch wenige freie Plätze.
Wer mehr Informationen dazu haben möchte, kann mich gerne ansprechen. Kontakt

 

 

Eure Susanne

Hier geht es zum Webshop von Sonnentor.

 

18.06. 2017 – Mohn*Rot

Der Klatschmohn blüht
Und ich mache mit …

Susanne Hackel mohnrot

Auf dem Weg zu unserer Veranstaltung Mohn*Rot gestern im Volkspark Potsdam sind wir spontan in einem Mohnblumenfeld gelandet…

mohnrot 2

Ich finde, ROT zu tragen, erfordert etwas MUT.Trotzdem ist mein „Weihnachtskleid“ gestern zu meinem neuen „Klatschmohnkleid“ geworden, und Karen erinnert mich irgendwie an Frieda Kahlo…

Mohnrot Susanne Hackel

 

 

 

Die roten Mohnblüten wirken so zart und zerbrechlich und gleichzeitig so intensiv. Mit den kleinen Mohnkapseln kann man sogar stempeln!

Susanne Hackel

Mohn hat eine spannende Geschichte und wird schon seit mehreren tausend Jahren als Kultur- und Heilpflanzen angebaut. Mir fallen dabei sofort Mohnkuchen und Mohnbrötchen ein. Aber auch die Blätter sind eßbar. Aus dem Milchsaft des Schlafmohn (Papaver somniferum) wird Opium gewonnen. Er enthält eine große Menge hoch wirksamer (man kann auch sagen: giftiger) Alkaloide, die je nach Dosierung narkotisierend, berauschend bis lähmend wirken.

Mohnsamen sind sehr nahrhaft und enthalten viele essentielle Fettsäuren (Linolsäure). Das ist doch ein Grund beim Bäcker aml wieder Mohnbrötchen zu kaufen, oder ?

Für die tolle Tischdeko ist übrigens meine Freundin und Kollegin Karen vom Gartenbüro Potsdam verantwortlich. Wer auch so etwas z.B. für eine Feier haben möchte, kann hier Kontakt aufnehmen . Ansonsten kann man ihre Blumen-Kreationen donnerstags auf dem Markt in Kleinmachnow kaufen.

Eure Susanne

 

Verlinkt bei den Naturkindern

 

23.05.2017 – Neulich bei Seerosen*Weiß

Am letzten Samstag hatten wir, die Gartenpiratinnen Susanne Hackel & Karen Münzner zu unserer Veranstaltung „Seerosen*Weiß“ in den Volkspark Potsdam geladen.

Wiedereinmal hatten wir viele Geschichten zusammen getragen – z.B.über den Garten von Claude Monet, über die Bedeutung der Farbe Weiß und zu den geheimnisvollen Seerosen.

Bedeutung von Weiß
Weiß wird mit Licht in Verbindung gebracht und steht somit auch mit dem Schwarz in ganz enger Verbindung. Weiß ist die Anwesenheit aller Farben und läßt sich auch mit allen Farben gut kombinieren. Engel sind in Weiß gekleidet, ebenso die Braut. Hier symbolisiert die Farbe Weiß Reinheit und Unschuld.

Weiße Gemüse
sind z.B. Pastinaken, Sellerie, Spargel,Chicoree, Rettich, Radieschen, Fenchel

Danch bereiteten wir gemeinsam einen Frühlingssalat mit Ziegenkäse und gebratenem Spargel zu. Der Ziegenkäse war zudem in Walmeistersirup mariniert…

Die nächste Veranstaltung findet zum Thema MohnRot am 17. Juni im Volkspark Potsdam statt. Wer debei sein möchte, kann sich gerne anmelden ed.lekcahennasusnull@ofni

Eure, Susanne

 

10.05.2017 – Rotkäppchen-Smoothie mit Waldmeister

Manchmal
fand das Rotkäppchen
auf dem Weg zur Großmutter im Wald
Kleine duftende  Blumen
am Wegesrand unter den Buchen.
Sicherlich war im Mai
auch der freche Waldmeister dabei
Waldmeister

Wusstet Ihr auch, dass der Waldmeister auch Herzfreude genannt wird?
Das regnerische Wetter macht mich derzeit etwas schwermütig. Da kann etwas Waldmeister nicht schaden, also landete er kurzerhand in meiner süßen Smoothiekreation….

Seit dem Fastenkurs im Frühling bereite ich so viele Rezepte wie möglich ohne Zucker zu. Mein Lieblingsmotto “ Blumen statt Schokolade“ passt sogar zu diesem Rezept.

Rotkäppchen Smoothie mit Waldmeister

Rezept für Rotkäppchens Waldmeister-Smoothie
(1 Große Portion / oder 2 kleine Portionen)

1/2 Banane (wenn ihr es nicht so süß mögt auch weniger)
250 ml Mandelmilch
2 EL Cashewkerne, evtl. eingeweicht
1/2 TL Vanillepulver
4-5 Stengel Waldmeister, angewelkt

Beeren, aufgetaut, oder frisch

  • Die Cashewkerne mind. 30 min in Wasser einweichen, dann lassen sie sich leichter pürieren. Das Wasser abgießen
  • Den Waldmeister mind. 30 min „anwelken“ lassen, erst dann entwickelt er sein typisches Aroma. Achtung! Wer zu viel Waldmeister zu sich nimmt, kann Kopfschmerzen bekommen.
  • Die Beeren zuerst in ein Glas geben und etwas zerquetschen. Ich benutze dafür gerne den Stößel meines Mörsers.
  • Die restlichen Zutaten im Mixer pürieren und auf die Beeren gießen.

Laßt es Euch schmecken!

Mit Grüßen, Eure Susanne

Übrigens plane ich im Herbst wieder einen Kurs „Blumen statt Schokolade“ bei dem es, um eine Ernährung ohen Zucker gehen soll…..

 

24.03. 2017 – Den Frühling herzlich begrüßen

Damit das Leben nicht im Alltagseinerlei versinkt, habe ich Rituale –
eigentlich für jede Jahreszeit und für so manchen Anlass. Da gibt es z.B. die Schallplatte mit Gebrutstagsliedern aus meiner Kindheit, die jeden Geburtstag bei uns rauf und runter läuft.

Natürlich habe ich auch meine Rituale für den Frühling – schließlich ist er schwuppdiwupp vorbei, und man hat die Märzsonne, die ersten Schneeglöckchen und das Vogelzwitschern einfach verpasst.

Darum ist spätestens jetzt Zeit, den Frühling zu begrüßen!
Wie ich das mache? Das ist jedes Jahr ein bißchen anders. Aber an diesem Wochenden werde ich:

Die Füße in die Havel stecken und laut juchzen.
Einen Salat mit frsichen Wildkräutern zubereiten.
Die Sonne in mein Gesicht scheinen lassen, und
meinen Balkon verschönern.

Dafür habe ich schon eine fröhlich blaue Wachstuchdecke mit Punkten gekauft. Die alte vom letzten Jahr ist leider kaputt. Aber ich habe eine Anleitung für eine Wimpelkette ohne Nähen bei der Nähmarie gefunden. Das könnte doch das zweite Leben meiner Wachstuchdecke vom letzten Jahr werden.

Sicherlich kann ich so meinen Jüngsten bald wieder für das Balkonfrühstück vor der Schule begeistern…..

Und schaut mal hier, die Kornelkischen blühen schon – hübsch oder?

Kornellkische blüht

Das ist übrigens mein Linsensalat mit Wildkräutern…..hier geht es zum Rezept

Linsensalat mit Wildkräutern

Wie begrüßt Ihr den Frühling? Hinterlaßt doch einen Kommentar.

Eure Susanne

Verlinkt bei den Naturkindern