Weihnachten // Entenbraten mit Hagebutten, Orangen und Sternanis

Die dunklen Tage fordern Kerzenschein und Geselligkeit.
Gemeinsam tafeln,
Weihnachtlieder singen,
lachen und vielleicht
ein Gesellschaftsspiel spielen.

So ist Weihnachten für mich am Schönsten.
Darum hatte ich zum gemeinsamen Entenessen eingeladen.
Normalerweise koche ich nicht so häufig Fleisch. Darum war ich etwas aufgeregt.
Die Ente stammte aus der liebevollen Zucht meines Vaters und ich hatte gestern beim Spaziergang Hagebutten gesammelt. Denn eine besondere Ente braucht besondere Zutaten…

Hagebutte Hagebutte

Zu einem Entenbraten gehört immer auch eine Portion Geduld. Denn holt man sie zu früh aus dem Ofen, ist das Fleisch noch zäh.

Aus dem Ofen roch es wahnsinnig lecker nach Sternanis, mit dem ich die Ente großzügig eingerieben hatte. Die Anregung dazu hatte ich aus meinem neuen Gewürze-Kochbuch „Workshop Würzen“, das ich im Januar hier noch vorstellen werde.

Um das ungeduldig hungrige Warten zu überbrücken, sangen wir Weihnachtslieder begleitet von Klavier und Geige. Ich glaube wir klangen etwas schief, aber es war wunderschön.

Natürlich gehört ein bißchen Zauber zu so einem besonderen Essen: weiße Tischdecke, Kerzen, Omis Blümchenteller für besondere Gelegenheiten, Servietten.

Das Essen war ein Schmaus! Die Hagebutten und der Sternanis passten super zur Ente mit Rotkohl.

Rezept: Ente mit Hagebutten, Orangen und Sternanis

1 Ente
200 g entkernte Hagebutten
1 Bio-Orangen
2 TL frisch gemahlener Sternanis
2 TL Salz
Öl
Agavendicksaft

Sauce:
1 Zwiebel, 2 Möhren, 50 ml Rotwein, etwas Honig, 200 ml frisch gepresster Orangensaft, 2 ganze Sternanis, etwas Butter, ca. 100 ml Sahne

Ich koche selten nach Rezept und improvisiere oft. Darum ist es für mich nicht einfach, das Rezept wiederzugeben. Aber ich probiere es einfach.

Die Hagebutten haben wir am Vortag gesammelt. Zum Entkernen eignen sich die festen (die noch keinen Frost hatten) am besten. Zu Hause habe ich sie gewaschen, halbiert und die Kerne herausgepult. Das war eine fiese Fummelarbeit, die sich aber lohnt!

Die Ente waschen, abtupfen.
Aus dem gemahlenen Sternanis, Salz und Öl eine Paste herstellen und damit die Ente einreiben.1 Bio-Orange achteln und in grobe Stücke schneiden, die Ente damit füllen und evtl mit einem Holzstäbchen verschließen.
Die Ente in einen Bräter geben, ca. 800 ml heißes Wasser und eine Handvoll Hagebutten dazugeben und in den vorgeheizten Backofen (180 Grad) schieben.
Die Ente erst 1 Stunde auf dem Rücken, dann wenden und auf dem Bauch weiterbraten. Zwischendurch immer wieder begießen, damit sie nicht trocken wird.
20 Minuten vor Ende der Garzeit habe ich die Oberseite der Ente mit Agavendicksaft eingerieben, damit die Haut schön knusprig wird.

Insgesamt hat die Ente 3,5 Stunden im Ofen verbracht. Das hängt aber von der Ente (Größe, Alter, usw.) ab. Das Fleisch sollte weich sein, wenn du mit der Gabel hineinstichst.

Für die Sauce habe ich 2 Möhren und 1 Zwiebel geschält und in Scheiben geschnitten.
In einem Topf etwas Butter zerlassen und das Gemüse sowie die Hagebutten darin kurz anbraten.
Mit dem Rotwein ablöschen und dann frisch gepressten Orangensaft (ca. 200 ml), 2 ganze Sternanis und Entenfond aus dem Ofen dazugeben. Köcheln lassen bis das Gemüse weich ist. Mit Salz und Honig abschmecken.
Den Sternanis herausnehmen.
Die Sauce mit dem Pürierstab fein pürieren und evtl. noch etwas Sahne dazugeben.

Fertig!

Wir haben dazu Rotkohl mit Preiselbeeren und sächsische Wickelklöße gegessen.

Entenessen

Ich wünsche Euch schöne Feiertage!

Eure Susanne

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